Biologische und lokale Superfoods, ganz umsonst!

„Lass die Nahrung deine Medizin sein und deine Medizin die Nahrung.“

~Hippocrates

Im 21. Jahrhundert ist Nahrung eine ziemlich komplexe Sache geworden. Eh wir irgend etwas in unseren Mund stecken müssen wir erst mental eine Checkliste durchgehen:

  1. Bin ich auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung? Viele der Ernährungsrichtlinien die mir als Kind eingetrichtert wurden erweisen sich jetzt als falsch. Plötzlich ist genau das Gegenteil wahr. Wo ich gelernt habe brav meine Kohlenhydrate zum Frühstück zu essen und fettiges Essen zu vermeiden, sind jetzt auf ein Mal gesunde Fette in und Kohlenhydrate und Getreide sind out. Und das ist nur ein Fall wo die Wissenschaft seine Meinung geändert hat, davon gibt es noch viele mehr.
  2. Ist mein Essen biologisch? Sogar das gesündeste Essen ist ungesund wenn es voller Pestiziden ist. Leider ist sogar das sogenannte “biologische” Essen nicht ganz so biologisch wie wir gerne glauben würden. Im Grunde enthalten sie letztlich nur weniger Pestiziden im Vergleich zu den nicht-biologischen Produkten.
  3. Wegen der modernen Anbaumethoden enthalten viele Produkte weniger Nährstoffe wie die wildwachsenden Gegenstücke. Bodenerschöpfung, genetische Veränderung und Gebrauch chemischer Substanzen tragen alle bei zum Verlust der Nährstoffe.

Manche sagen, dass das auch der Grund dafür ist, dass so viele Menschen sich überessen. Unser Körper sehnt sich nämlich nicht so sehr nach Nahrung, sondern nach den darin enthaltenen Nährstoffen. Statt den Nährstoffen geben wir ihm aber lediglich leere Kalorien. Auf Grund der oben genannten Punkten ist es schwierig zu unterscheiden welche Nahrungsmittel uns wirklich nähren und welche nur wie Wölfe im Schafspelz sind.

Das ist auch der Grund weshalb die sogenannten Superfoods so unheimlich gewollt sind. Sie sind immer noch voller Nährstoffe die eine gesunde Pflanze haben sollte. ABER (natürlich gibt es ein aber!) diese Superfoods haben ihren Preis. Und ich rede nicht von den lächerlich hohen Preisschildern (sobald ein Produkt zu Superfood getauft wird verdreifacht der Preis sich magisch. Es wundert mich, dass Leinsamen immer noch billig sind.)

Nein, diese Nahrungsmittel haben ihren ökologischen Preis. Die Mehrheit der Produkte kommen aus tropischen Ländern und müssen einen ordentlichen Abstand hinterlegen eh sie die Regale in unserem kälteren Klima erreichen. Außerdem ist die Nachfrage übermäßig hoch (weil wir halt alle auf der Suche sind nach echter Nahrung!), viele Länder haben aber einfach die Kapazität dafür nicht. Die Böden erschöpfen, Regenwälder verschwinden um mehr landwirtschaftlichen Raum zu kreieren und Arbeiter werden ausgenutzt. Hört sich plötzlich gar nicht mehr so super an dieses Superfood, oder?

Wo um Himmels Willen kann ich denn noch biologische, nahrhafte, lokale und billige Nahrung finden?

Die Antwort lag letztendlich viel näher als erwartet. Viel näher. Eigentlich direkt vor meiner Tür. Oder besser gesagt im nächsten Park oder Waldgebiet.

Ich fing an essbare Wildpflanzen zu pflücken. Nur 10 Minuten von meiner Wohnung entfernt. Biologisch. Lokal. Nahrhaft. Und UMSONST! Sogar die Wissenschaft hat nichts gegen Blattgemüse auszusetzen (außer du übertreibst es). Besser geht’s doch gar nicht?

Doch! Essbare Wildpflanzen pflücken ist nämlich nicht nur gut für deine körperliche Gesundheit. Natürlich enthalten diese Pflanzen mehr Nährstoffe und weniger Giftstoffe im Vergleich zu dem Spinat aus dem Laden. Aber es gibt mehr.

Es ist nämlich auch gut für deine mentale Gesundheit. Erstens brauchst du dir nicht jedes Mal einen Kopf zu mache ob dir die Nahrung nun guttut oder dir Schaden zufügt (außer du pflückst einen giftigen Doppelgänger. Aber das wird nicht passieren. Du fängst nämlich an mit den Pflanzen die du einfach erkennen kannst, wirst dich gut vorbereiten und wäscht die Pflanzen gut bevor du sie isst).

Zweitens werden die Nährstoffe ihren Effekt auf den Energielevel und dein allgemeines Wohlbefinden haben, welches sich auswirken wird auf deine Stimmung und deinen emotionalen Zustand. Wirst du dies alles erreichen nach einer Mahlzeit mit Wildpflanzen? Nein, aber bis du diesen Zustand erreicht hast wirst du viele leckere und nahrhafte Speisen essen.

„Unseren Körper in guter Gesundheit zu erhalten ist eine Pflicht. Ansonsten können wir unseren Geist nicht klar und stark behalten.“

~ Buddha

Deine spirituelle Gesundheit wird wahrscheinlich am schnellsten profitieren. Ein wenig Auszeit in der Natur wirkt sich sofort positiv aus auf deinen Körper und dein spirituelles Bewusstsein. Die Natur hat eine beruhigende Wirkung auf uns, egal was wir machen. Aber indem wir rausgehen in die Natur und uns mit ihr verbinden um uns zu nähren, fügen wir noch einen wichtigen Aspekt hinzu: Dankbarkeit. Nicht nur Dankbarkeit für Mutter Natur, aber auch für mich selbst. Dafür, dass ich meine körperliche, mentale und spirituele Gesundheit ernst nehme.

Aber das war noch nicht alles: du sparst auch direkt positive karma Punkte! Denk mal drüber nach: wenn du nur die Blätter pflückst bleibt die Pflanze am Leben; dein CO2-Fußabdruck bleibt niedrig; es werden keine Pestiziden benötigt und es werden auch keine Arbeiter geschadet. Was hält dich noch davon ab raus zu gehen und die Geschenke der Natur zu genießen?

Wenn auch du anfangen möchtest die Welt der essbaren Wildpflanzen zu entdecken, dann lese weiter. Ich werde dir vier verschiedene Pflanzen vorstellen und fünf Rezepte die dir den Anfang erleichtern werden.

Also, was habe ich gepflückt?

Es gibt mehr essbare Wildpflanzen da draußen als du dir wahrscheinlich vorstellen kannst. Ich stelle dir in diesem Post nur vier Pflanzen vor die ich gepflückt habe. Löwenzahn und Brennessel habe ich nicht einbezogen. Auch wenn diese Pflanzen zwei der nahrhaftesten und meist vorkommenden sind, gehe ich davon aus, dass du schon wusstest das diese Pflanzen essbar sind. Und falls nicht, dann weisst du es jetzt.

Denk daran, dass ich diese Pflanzen im Frühling gesammelt habe. In dieser Periode kann man meistens nur die Blätter und Blüten essen. Später im Jahr kann man auch Früchte und Wurzeln sammeln. Es lohnt sich ein wenig zu vertiefen in die Vielfalt der essbaren Pflanzen. Aber fangen wir erstmal an mit diesen vier.

Bärlauch (Allium Ursinum)

So hat es eigentlich alles angefangen, mit Bärlauch. Als ich meinen Partner in der Schweiz besucht habe wurde mir dieses schmackhafte, knoblauchartige Blatt vorgestellt. Ich bin eh ein großer Fan von Knoblauch, als ich entdeckte, dass es Knoblauch auch in der Form von Salat gibt öffnete sich eine neue Welt für mich!

An einem tag sind wir raus gegangen um ein paar Blätter im Wald zu pflücken. Einige Teile waren voller Bärlauch, teilweise roch der ganze Wald nach Knoblauch. Und da wurde ich also infiziert mit dem “pflücke-es-selber” Fieber.

Der wuchernde Bärlauch im Schweizer Wald

Anfangs dachte ich Bärlauch wäre nur in den Schweizer Bergen zu finden da man es da sogar teilweise im Supermarkt kaufen kann. Ich erwartete keinen Bärlauch in Holland und war dementsprechend sehr überrascht als direkt an meinem ersten Pflücktag dieser unverwechselbare Knoblauchgeruch in meinen Nase stieg. BINGO! Das war mein Bärlauch!

Pas auf!

Der Geruch ist übrigens sehr wichtig. Es gibt zwei Pflanzen die dem Bärlauch sehr ähnlich sind. Dies sind leider giftige Doppelgänger und sollten vermieden werden. Man unterscheidet den Bärlauch von den giftigen Version durch den Knoblauchgeruch und dadurch, dass die Blätter ein knackendes Geräusch machen wenn man sie umknickt.

Was und wann pflücken?  

Bärlauch kann man zwischen März und Juni pflücken. Je früher desto besser, da die Blätter bitter werden nachdem die Pflanze blüht. Abgesehen von den Blättern kann man auch die Blüten und die Wurzeln essen. Die Blüten schmecken auch nach Knoblauch und können als Dekoration im Salat benutzt werden. Zwischen Mai und Februar kann man die Wurzeln sammeln und diese wie normalen Knoblauch benutzen.

Gesundheitliche Nutzen

Viele! Genau wie der Rest der Knoblauchfamilie wirkt auch Bärlauch antibakteriell was sich positiv auswirkt auf Probleme im Magen-Darmtrakt. Aber auch dein Herz wird es lieben. Es verhindert Herzinfarkte und Schlaganfälle da es hohen Blutdruck und hohes Cholesterin senkt. Es ist grundsätzlich ein wirksames entgiftendes Tonikum welches das Blut reinigt, harntreibend und entzündungshemmend wirkt und den Stoffwechsel unterstützt. Und all das verpackt in dem herrlichen Geschmack von Knoblauch.

Weiße Taubnessel (Lamium Album)

Jetzt wissen wir ja mittlerweile alle das Brennessel essbar ist – und extremst gesund. Wenn es nur nicht brennen würde….Zum Glück gibt es die nicht-stechende Variante, die Taubnessel. Auch diese ist essbar, nahrhaft und lecker. Es hat einen eher süßen Geschmack, vor allem die Blüten und ist deshalb auch die perfekte Zutat für einen grünen Smoothie. Aber du kannst es noch für viele andere Gerichte benutzen. Betrachte es einfach wie Spinat 😉

Was und wann pflücken?

Die Blätter der Taubnessel kannst du fast das ganze Jahr pflücken. Die Blüten blühen zwischen April und Oktober. Sobald die Blüte aufhört zu blühen, kannst du Samen sammeln und sie trocknen damit du sie später als Keimsaat nutzen kannst. Auf diese Art und Weise kannst du sogar im tiefsten Winter die wertvollen Nährstoffe der Taubnessel zu dir nehmen.

Gesundheitliche Nutzen

Auch die Taubnessel hat viele Nutzen. Sie ist entzündungshemmend, antibakteriell, harntreibend und schleimlösend. Außerdem befördert sie den Stoffwechsel und hat eine positive Wirkung auf den Magen-Darmtrakt. Man kann sie auch für äußerliche Behandlungen nutzen, wie z.B. bei Schnittwunden und Verbrennungen.

Sauerampfer (Rumex acetosa)

Sauerampfer ist eigentlich die einzige Pflanze in dieser Liste die ich als Kind ab und zu mal aß. Ich habe diesen erfrischenden und sauren Geschmack immer schon gemocht und frage mich weshalb ich jemals aufgehört habe es zu essen. Wahrscheinlich wurde ich zu “zivilisiert” dazu…

Ein Glück bin ich wieder zurück bei meinen Wurzeln und habe ich wieder angefangen Sauerampfer zu essen! Die Blätter sind um einiges schmackhafter im Salat als z.B. der gute alte Eisbergsalat. Aber auch diese Blätter sind sehr vielseitig und können zu mehr genutzt werden als nur im Salat. Mein Favorit ist die erfrischende Sommer-Sauerampfer-Limonade (siehe die unten stehenden Rezepte).

Pas auf!

Sauerampfer enthält Oxalsäure (wie viele andere übliche Lebensmittel wie Rhabarber, Bananen und Petersilie). Übermäßiger Verzehr dieser Säure über den Zeitraum einiger Monate könnte zu Nierenschaden und verminderter Aufnahme von Nährstoffen führen.

Grundsätzlich führt eine angemessene Aufnahme von Oxalsäuren nicht zu gesundheitlichen Folgen. Wenn du allerdings sicher gehen willst, dass du so wenig wie möglich Oxalsäure zu dir nimmst, dann koche den Sauerampfer erst in Wasser und werfe das Kochwasser weg bevor du den Ampfer isst oder damit weiter kochst.

Was und wann pflücken?

Die Blätter kannst du zwischen März und Oktober genießen. Im April und Mai kannst du ebenso die Blütenknospen nutzen und überall hinzufügen wozu du die Blätter nutzt. Zwischen August und Oktober kannst du die Samen sammeln und kannst diese entweder als Tee aufbrühen oder kannst sie sprossen lassen die Samen der Taubnessel.

Gesundheitliche Nutzen

Traditionell ist Sauerampfer bekannt um seine harntreibende und blutreinigende Wirkung. Es ist auch bekannt dafür das Immunsystem zu stärken, dank des hohen Vitamin C Gehalts. Sauerampfer kann man gut nach einer schweren Mahlzeit essen, da es den Stoffwechsel unterstützt.

Wegerich (Plantago)

Wahrscheinlich wegen seiner weiten Verbreitung ist Wegerich eines der meist genutzten Heilpflanzen seit der Antike. Es ist nicht nur super gesund sondern auch sehr schmackhaft. Es ist ein wenig bitter (pflücke die jungen Blätter um das Bittere zu vermeiden) und hat einen champignonartigen Geschmack.

Was und wann pflücken?

Das ganze Jahr über kann man ein Teil der Pflanze sammeln. Die sanften Blätter kann man am Besten zwischen April und Juni pflücken. Schneide die Blätter vertikal an den Nerven entlang bevor du sie zu deinen Mahlzeiten hinzufügst. Zwischen Mai und Juli ist zusätzlich die Blütenknospe äußerst schmackhaft da sie einen noch intensiveren Champignongeschmack hat als die Blätter.

Zwischen August und Oktober kannst du die Samen sammeln und ein Öl daraus pressen oder als Gewürz zum Essen hinzufügen. Als letztes kannst die Wurzel zwischen Oktober und April nutzen. Sie ist allerdings ziemlich dünn, du musst sie dementsprechend gut waschen. Die Wurzel kannst du gut zu deinen Gemüsegerichten hinzufügen um den Geschmack und vor allem den Nährstoffgehalt zu erhöhen 😉

Gesundheitlicher Nutzen  

Wie schon zuvor erwähnt, ist Wegerich seit Jahrhunderten eine der bekanntesten Heilpflanzen. Alle Mitglieder der Wegerichfamilie sind antibakteriell und haben eine reinigende Wirkung. Es unterstütz bei Problemen der oberen Atemwege, bei oralen Infekten, Augeninfektionen, Gastritis und Erkrankungen der Harnwege. Äußerlich kann die Pflanze angewendet werden für kleine Schnittwunden, Hautentzündungen und Insektenstichen.

Rezepte

Wilder Grüner Smoothie

Wie alle andere Blattgemüse kann man auch Wildpflanzen für seine Smoothies benutzen. Glaube es oder nicht, aber der Smoothie wird sogar recht süß. Der Star in diesem Smoothie ist die Taubnessel, vor allem die Blume die nicht nur gut schmeckt, sondern auch sehr süß ist. Den Sauerampfer habe ich hinzugefügt um das süße der Taubnessel mit einem säuerlichen und erfrischenden Geschmack auszubalancieren.

Zutaten:

  • Taubnesselblätter + Blumen
  • Sauerampfer
  • Minze
  • (Gefrorene) Bananen
  • Datteln
  • Birne
  • Kokosmilch oder Kokosraspeln
  • Wasser
  • Wenn du noch etwas gesunde Proteine und Fette hinzufügen möchtest kannst du zusätzlich Leinsamen, Chiasamen, geschrotete Mandeln etc. hinzufügen

Tu alle Zutaten in den Blender und tadaa dein Super Smoothie ist fertig!

Sauerampfer Limonade

Bist du fertig für den Sommer? Nicht ohne diese erfrischende Limonade! Im Handumdrehen ist es zubereitet. Innerhalb von 5 Minuten hast du eine Limo die nicht nur schmeckt sondern auch super nahrhaft ist. Damit kannst du dich an den heißen Tagen schmackhaft abkühlen!  

Zutaten:

  • Sauerampfer
  • Ingwer
  • Limone oder Zitrone
  • Süßungsmittel deiner Wahl (Zucker, Honig, Stevia…)
  • Wasser

Mixe die Zutaten in einem Mixer, filter es durch ein Käsetuch und voilà: genieße den Sommer! Wenn du kein Käsetuch hast, ist ein unbenutzter Nylonstrumpf genauso effektiv 😉

Bärlauch Pesto

Für dieses Rezept kannst du jedes andere x-beliebige Blatt nutzen, aber Bärlauch ist mein Favorit! Du kannst den Pesto auf den Brot oder Cracker streichen, es mit deiner Pasta vermischen oder auf einem herzhaften Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl streichen (meine favorite Art es zu essen).

Zutaten:

  • Bärlauch
  • Knoblauch
  • Walnüsse
  • Öl
  • Cayennepfeffer

Schneide den Bärlauch klein, vermische es mit den anderen Zutaten und mixe alles zusammen mit einem Stabmixer oder in ein Küchengerät. FERTIG!

Warmer “Asiatischer” Wegerichsalat

Dies ist die europäische Version des asiatischen Algensalates. Du brauchst nur den Wakame mit Wegerich auszuwechseln. Benutze am Besten die jungen, sanften Blätter damit der Salat nicht zu bitter wird.  

Zutaten:

  • Wegerichblätter
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Frühlingszwiebel
  • Kümmelpulver
  • Korianderpulver
  • Misopaste
  • Sojasauce
  • Sesamsamen  

Brate erst kurz die Zwiebel an. Schneide die Blätter vertikal an den Nerven entlang und gebe sie zu den Zwiebeln. Danach kannst du das Kümmelpulver und das Korianderpulver hinzufügen, die Misopaste, die Sojasauce und den Knoblauch (du kannst den Knoblauch auch schon eher hinzufügen wenn du ihn lieber nicht frisch isst). Am Ende kannst noch die Frühlingszwiebeln und die Sesamsamen drüber streuseln.

Wegerichsalbe  

Wir sollten uns nicht nur von innen nähren, sondern auch von außen. Viele der Wildpflanzen heilen uns sowohl innerlich als auch äußerlich, so wie z.B. der Wegerich. Eine Wegerichsalbe kannst du nutzen für verschiedene Zwecke: es lindert Insektenstiche, es verhindert Infektionen, es beschleunigt den Heilungsprozess von Schnittwunden und Verbrennungen und es beruhigt die sonnenverbrannte Haut.

Für die Salbe brauchst du im Grunde genommen nur 2 Zutaten:

  • Getrocknete Wegerichblätter
  • Kokosöl (oder ein anderes Trägeröl deiner Wahl: Oliven, Jojoba, Mandel etc.)
  • Ätherische Öle (optional)
  • Bienenwachs (optional)

Man kann die Salbe am Besten mit getrockneten Blätter machen. Frische Blätter können leicht Schimmel verursachen. Fülle ein sauberes Gefäß mit einem festsitzenden Deckel mit den getrockneten Blättern und bedecke die Blätter mit dem Öl deiner Wahl (du kannst auch verschiedene Öle miteinander vermischen). Lass das Gefäß 1-2 Wochen stehen und filter dann das Öl mit einem Käsetuch in ein anderes Gefäß. Voilà!

Jetzt kannst du zusätzlich Ätherische Öle hinzufügen oder Bienenwachs wenn du möchtest, dass die Salbe eine festere Konsistenz hat.

„Der Arzt der Zukunft wird keine Medikamente mehr verordnen, sondern bei seinen Patienten Interesse am Erhalt ihrer körperlichen Verfassung, an ihrer Ernährung und an den Krankheitsursachen wecken.

~Thomas Edison

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