So schön kann Altern sein – ein Hoch auf den 50.!

Heute möchte ich gerne eine kurze, aber sehr wichtige Idee mit dir teilen. Und zwar teile ich heute meine Perspektive auf das Altern. Grundsätzlich wird dieses Thema eher negativ geschildert. Altern steht gleich an Verlust der Jugendlichkeit was so viel bedeutet wie: Man wird hässlich, dick, unfähig, langsam etc.

Bis zu einem gewissen Grad stimmt dies vielleicht sogar. Unser Körper ändert sich und wir können nicht mehr dieselben Sachen machen wie vorher. Aber wie oft richten wir uns eigentlich auf die positiven Aspekte die das Altern mit sich bringt? Wie oft konzentrieren wir uns auf die Sachen die wir über die Jahre gewonnen haben statt auf die die wir verloren haben?

Ich habe das Glück Eltern zu haben die beide schön altern. Meine Mutter erzählte mir an ihrem 50. Geburtstag sogar, dass sie sich noch nie so glücklich, gesund und vital  gefühlt hat. Mit 25 war sie depressiv und hatte kaum Energie. Trotz ihrer ermutigenden Worten hatte ich Angst vorm Altern. Vor allem als ich 25 wurde und die 30 sich näherte. Ich hatte nict nur Angst mein jugendliches Äußere und meine Energie zu verlieren, aber auch die Zeit es su etwas im Leben “zu bringen”.

Der Wendepunkt

Aber der tag kam unweigerlich: Letztes Jahr wurde ich 30. Und es war überhaupt nicht wie es es erwartet hatte. An meinem 30. Geburtstag realisierte ich wie glücklich ich eigentlich war. Mir wurde bewusst, dass ich noch nie so frei gewesen bin von meinem eigenen plapperenden Geist und vom gesellschaftlichen Druck. Plötzlich musste ich schaudern bei dem Gedanken wieder 18 zu sein.

Keineswegs wollte ich zurückgehen zu der Zeit wo ich unerwachsen und unsicher war und wo ich von meinen Gedanken und die anderer Menschen gelenkt wurde. Außerdem wollte ich auch nicht die schmerzhaften Erfahrungen wiederholen die mich zu der starken Person gemacht haben die ich heute bin. Ich bin dankbar für die Erfahrungen. Aber jetzt ist es Zeit andere Lektionen zu erhalten.

Wenn ich heute ans Altern denke, dann denke ich an Weisheit, Entwicklung und innere Freiheit. Ich genieße es auf diesem Pfad der Befreiung zu sein. Ich schätze die vielen schönen Erfahrung die mir das Leben beschert hat und schaue darauf zurück mit einem Lächeln auf den Lippen. Zur gleichen Zeit bin ich aufgeregt und neugierig auf die nächsten Überraschungen und Geschenke des Lebens. In der Zwischenzeit verweile ich glücklich und friedlich in meiner derzeitigen Erwachsenheit und Freiheit 🙂

Die Wichtigkeit eines Perspektivwechsels

Das Gesetz der Anziehung besagt das alles worauf wir uns konzentrieren wachsen wird. Wenn wir uns also auf die schönen Seiten des Alterns konzentrieren wird das unseren Altersprozess positiv beeinflussen. Leider richtet sich unsere Gesellschaft noch zu sehr auf die negativen Aspekte. Deswegen glaube ich, dass es unsere Pflicht ist unsere Perspektive beizustellen und sie mit anderen zu teilen. Nicht nur verbal, aber auch indem wir ein ein lebendes Vorbild werden wie wunderschön der Altersprozess sein kann!

Und ich habe noch eine spezielle Info für die Frauen unter uns: Wusstest du, dass die Menopause Frauen die Zeit gibt um ihre Führungsqualitäten zu entwickeln? Wenn eine Frau 50 ist, ist sie halt zu wertvoll um noch Kinder zu gebären und aufzuziehen. Die Natur möchte Frauen dieses Alters lieber als Führer in ihrer Gemeinschaft sehen, wie man bei Orka’s und manchen traditionellen Gesellschaften beobachten kann. Leider behandeln die meisten Gesellschaften Frauen nicht dementsprechend. Nichtmals die Frauen verstehen ihren eigenen Wert. Es wird Zeit unsere Denkweise und die anderer zu ändern, damit wir ungehindert unser volles Potenzial entwickeln können!

Zähle deine Segnungen

Ich werde diesen Post abschließen mit einem wundervollen Ausschnitt aus Viktor Frankel’s Buch “Der Mensch auf der Suche nach Sinn”:

Der Pessimist ähnelt einem Menschen der mit Angst und Trauer seinen Wandkalender beobachtet, von dem er täglich ein Blatt abreißt und welches jeden Tag dünner wird. Die Person hingegen, die seine Problemen aktiv bewältigt gleicht dem Menschen der die Blätter aus dem Kalender reißt und sich Notizen auf der Rückseite macht bevor er sie faltet und ordentlich zu den vorhergehenden Blättern verstaut. Er kann mit Stolz und Freude zurückschauen auf die Fülle die in den Notizen enthalten ist, auf das Leben das er schpon voll ausgekostet hat. Was macht es ihm schon aus, wenn er merkt dass er alt wird? Hat er jeglichen Grund junge Menschen zu beneiden oder seiner verlorenen Jugend nachzutrauern? Was hat er denn für Gründe einem jungen Menschen zu beneiden? Weil dieser noch so viele Möglichkeiten hat und seine ganze Zukunft noch vor ihm liegt? “Nein, danke.” wird er sich denken, “Statt Möglichkeiten habe ich Realitäten in meiner Vergangenheit. Nicht nur die Realität von geschaffener Arbeit und geliebter Liebe, aber auch von mit Bravour überstanden Schmerzen. Es sind genau diese Schmerzen die mich am stolzesten machen, dabei sind das auch die Sachen die kaum jemanden neidisch machen würden.”

Viktor Frankl

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