Organisierter Leben in 4 Schritten

Du fragst dich bestimmt was ein Post über Organisation in einem spirituellen Blog zu tun hat. Les einfach weiter, du wirst es bald verstehen…;)

Bevor ich anfange erläutere ich erst kurz meine Beziehung zum (un)organisiert sein. Als Kind, Teenager und Jungerwachsene war ich immer schrecklich chaotisch und unorganisiert. Mein Zimmer sah immer aus wie ein Schlachtfeld, ich war immer zu spät in der Schule und ich vergaß ständig Sachen. Über die Jahre habe ich mich langsam verbessert, aber erst seit diesem Jahr habe ich erhebliche Fortschritte gemacht. In diesem Post teile ich die Schritte die mir meiner Meinung nach geholfen haben ein organisierteres Leben zu führen.

1. Sei dir der Konsequenzen bewusst

Wahrscheinlich stimmt mir jeder zu, dass es gut ist organisiert zu sein. Aber ich frage mich wie viele Menschen sich davon bewusst sind wie unglücklich ihre mangelhafte Organisationsfähigkeit sie eigentlich macht.

Erstens raubt es unheimlich viel Energie wenn man ständig an alle Sachen denkt die man noch zu erledigen hat. Das ständige Denken daran ist wahrscheinlich anstrengender als es einfach in die Tat umzusetzen. ei dir davon bewusst, dass dein Geist die Fähigkeit besitzt bestimmte Situationen größer zu machen als sie sind. Darum fühlst du dich danach auch oft so erleichtert: dein Geist kann endlich aufhören darüber nachzudenken und hat mehr Raum um sich kreativen, liebevollen und bekömmlichen Gedanken zu widmen.

Zweitens leidet dein Selbstbewusstsein an deiner Unorganisiertheit. Womöglich fängst du an dich selbst als unerwachsen und faul zu beurteilen. Wenn du organisiert bist, hingegen, fühlst du dich empowered und bist stolz auf dich.

Meine Erfahrung

Kürzlich war ich in einer Situation die mich dazu veranlasst hat diesen Post zu schreiben. Als ich vor ein paar Tagen nach der Arbeit auf der Suche war nach meinem Fahrrad stellte ich voller Erschrecken fest, dass die Gemeinde es entsorgt hatte da ich falsch parkiert hatte. Als mir das bewusst wurde hätte ich mir vor den Kopf schlagen können! Welch Blödheit von mir! Zum Glück kam mir mein eigener Post über den inneren Kritiker in den Sinn und beruhigte ich mich relativ schnell.

Eine Sekunde lang spielte ich mit dem Gedanken einfach nach Hause zu gehen. Ich hatte die Nacht davor nicht gut geschlafen und ich war müde von der Arbeit. Aber dann stellte ich mir vor wie ich Zuhause sitzen würde und ich nur an mein Fahrrad denken könnte und dass ich es unbedingt zurückhaben wollte. Nur der Gedanke daran wie ich daran denken würde, saugte schon meine Energie.

Also gab ich mir einen Ruck und machte mich auf dem Weg zum Fahrraddepot (welches sich ein wenig außerhalb der Stadt befindet, genau auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt von wo ich wohne). Als ich da war und Fahrrad sah, vergaß ich augenblicklich die ganzen Umstände. Ich war einfach so erleichtert und froh mein Fahrrad wieder zurück zu haben.

Auf dem Rückweg ertappte ich mich dabei die ganze Zeit zu grinsen. Ich fragte mich wo diese Glückshormone plötzlich herkamen. Ich hatte doch gerade Zeit und Geld verloren, oder? Aber ich spürte wie die positiven Seiten dieser Geschichte viel mehr Wert waren als die negativen. Ich spürte den Stolz auf mich selbst dafür, dass ich es nicht ausgestellt hatte. Ich war endlich befreit von meinem unorganisierten und faulen Ich.

2. Säubere deine emotionale Unordnung

Bevor du anfangen kannst die praktischen Sachen in deinem Leben zu organisieren, musst du erst deine Emotionen organisieren. Dieser Schritt ist vielleicht ein wenig überraschend. Aber für mich war das der ausschlaggebende Schritt für meinen Erfolg! Da ich hier von meinen eigenen Erfahrungen spreche, kann ich keine wissenschaftlich unterlegten Beweise vorführen. Aber ich bin mir fast sicher, dass unorganisiert sein unseren emotionalen Zustand beeinflußt und dass unser emotionaler Zustand im Gegenzug auch unsere Organisationsfähigkeiten beeinflußt.

Ich habe nämlich nie wirklich versucht organisierter zu werden. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt meine Emotionen zu kontrollieren. Aber als ich meine Emotionen einmal im Griff hatte, bemerkte ich dass viel organisierter war. Nach einer Weile stellte ich fest, dass es da einen Zusammenhang geben musste.

Logischerweise, hat man mehr Zeit um sich um praktische Sachen zu kümmern, wenn man sich keine Sorgen um andere Sachen machen muss. Und wenn du doch wieder überrannt wirst von den Emotionen, weißt du für das nächste Mal wie wichtig es ist deinem organisiertem Leben treu zu bleiben. Wenn du dieses vernachlässigst, wird sich das unweigerlich in noch mehr emotionalem Chaos äußern.

3. Schreibe Sachen auf

Ok, jetzt kommen wir zum praktischen Teil der Übung. Sachen aufschreiben ist eine sehr effektive Methode um organisierter zu werden. Aus irgendeinem Grund bleiben Informationen besser haften, wenn du sie Mal aufgeschrieben hast. Jeden Sonntag mache ich eine wöchentliche Liste von Sachen die ich erledigen möchte. Diese Liste guck ich mir jeden Morgen bevor ich den Tag starte an. Auf diese Art und Weise ist es fast unmöglich weiterhin Sachen zu vergessen.

4. Stell nichts mehr aus: Just do it!

Dieser Vorschlag mag zwar ein wenig abgedroschen sein, aber das nicht ohne Grund: Es funktioniert einfach! Sobald wie dir etwas einfällt, mach es einfach sofort. Punkt. Wenn du es nicht sofort machen kannst, schreib es dir wenigstens als Erinnerung auf.

Das Problem mit dem Warten, ist das dein Verstand anfangen wird eine bestimmte Geschichte oder ein bestimmtes Gefühl um die Aufgabe herum zu kreieren, die dich davon abhalten können es in die Tat umzusetzen. Versuche also immer Sachen zu erledigen bevor du überhaupt drüber nachdenken kannst. Wenn du mehr über dieses Thema lesen möchtest und wie man Sachen “einfach macht”, kann ich das Buch “Die 5 Sekunden Regel” von Mel Robbins empfehlen.

Wenn du Aufgaben aufschiebst wirst du es nur vergessen und verdrängen bis es dich in Form einer Rechnung oder einer anderen kreativen Erinnerung aus dem Universum heimsucht 😉

Jetzt wo ich die Interaktion zwischen meinem emotionalen Zustand und meiner Organisationsfähigkeit kenne, lege ich den Fokus nicht mehr nur auf mein emotionales Gleichgewicht. Ich suche aktiv nach Wegen um mein Leben organisierter zu gestalten, da ich weiß, dass das mir auch Glück und Klarheit bringt. Ich hoffe dieser Post hat dich dazu motiviert aufzuräumen, wichtige Mails zu beantworten und deine Versprechen zu halten, nicht weil du dich dazu verpflichtet fühlst, sondern auch um dich persönlich weiterzuentwickeln!

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