Katja Laurien

Inspiration auf deiner spirituellen Reise

Die Wahre Motivation Hinter Meinem Blog

5. April 2020 • Katja Laurien

Diesen Monat feiert mein Blog dreijähriges Jubiläum, juuhuuu! Dieses Jubiläum hat mich dazu veranlasst mich daran zu erinnern weshalb ich damals vor drei Jahren mit diesem Blog angefangen habe. Während ich meine Motivation für dieses Projekt ergründete, wurde mir bewusst wie sehr diese Entscheidung mein Leben positiv (und auf überraschende Weise) beeinflusst hat. Heute möchte ich gerne meine Geschichte mit dir teilen, die dir eventuell auch dabei helfen kann größere oder kleinere Lebensentscheidungen zu treffen.

Ich erinnere mich noch sehr genau daran als ich langsam anfing meinen Freunden und meiner Familie von diesem Blog zu erzählen. Viele kamen schnell mit gut gemeinten Ratschlägen wie ich so schnell wie möglich Leser anziehen könnte, was mich wiederum schnell zur Realisation brachte, dass das nun nicht der Hauptgrund für diesen Blog war. Obwohl ich gerne meine Botschaft mit anderen teilen wollte, lag mein Fokus nicht auf die Leser, sondern eher auf mich.

Ich habe ein Jahr lang über diesen Blog nachgedacht bevor ich endlich damit anfing. Furcht und Angst vor Unzulänglichkeit hielten mich davon ab das zu tun wonach meine Seele sich anscheinend sehnte. Du solltest wissen, dass ich schon von jungem Alter an traumatisiert bin auf dem Gebiet der Kreativität. Zu Schulzeiten erhielt ich immer unterdurschnittliche Zensuren für meine kreativen Bemühungen, weshalb ich schon sehr schnell entschloss, dass Kunst und Kreativität was für andere ist, nicht für mich.

Natürlich war das Schreiben einer dieser Fähigkeiten bei der ich konsistent schlecht abschnitt. Deshalb brauchte ich ein Jahr um mich davon überzeugen zu können, dass man kein talentierter Schriftsteller sein muss um ein Blog zu starten. Nur schon dass ich den Wunsch hatte, gab mir das Recht einfach damit anzufangen. Mein Blog würde niemanden beleidigen, es würde mich nicht in den Knast bringen und auch finanziell würde es mich nicht ruinieren. Das schlimmste das passieren konnte, ist das niemand es lesen würde und sich Leute lustig machen würden. Ich entschloss mich ganz bewusst dazu mich dieses Mal nicht von der Angst und Scham leiten zu lassen und lancierte diesen Blog.

Anfangs erzählte ich kaum jemanden darüber. Ich schämte mich so unheimlich, dass ich nur meinen engsten Freunden und Familienmitglieder von meiner geheimen Aktion erzählte. Über die Jahre fing ich langsam an immer mehr Menschen davon zu erzählen, obwohl ich bis heute eher reserviert bin über das Thema. Warum habe ich denn jemals angefangen, wenn ich so eine Angst habe anderen davon zu erzählen?

Wie ich schon erwähnte, war dieser Blog mehr als ein persönliches Projekt gedacht. In erster Linie, hegte ich einfach den starken Wunsch um diese wundervollen Einsichten zu teilen die ich in den letzten zehn Jahren versammelt habe. Seit ich auf dem spirituellen Pfad bin hat mein Leben ein paar unglaubliche Wendungen genommen. Mein pessimistisches und selbst-hassendes Ich hätte niemals geglaubt, dass das möglich ist. Statt mich selber zu hassen, bin ich jetzt gerne die Person die ich bin; statt mich selber zu bemitleiden und mich über das Leben zu beklagen, verwandele ich mein Scheitern in Lektionen um und statt meiner Mutter die Schuld dafür zu geben, dass ich auf dieser schrecklichen Welt bin, habe ich angefangen sie zu entdecken und finde ich Freude und Gefallen an den simpelsten Dingen die diese Welt zu bieten hat.

Bevor ich mit meinem Blog anfing, teilte ich diese Einsichten schon mit Familie und Freunden und stellte aber leider schnell fest, dass nicht jeder Interesse fand an meinen “New Age” angehauchten Ideen und sich sogar daran störten. Wohl oder übel musste ich akzeptieren, dass man andere nicht zu ihrem Glück zwingen kann. Also statt meine Energie darin zu stecken unwilligen Freunde und Familie von dieser unglaublichen inneren Welt zu erzählen, entschied ich mich lieber es aufzuschreiben und die Botschaft im Internet zu verbreiten. Immerhin bin ich eine sehr soziale Person die es liebt sich mit anderen in Verbindung zu setzen und zu teilen.

Außerdem ist das Aufschreiben meiner Erfahrungen eine Art und Weise diesen spirituellen Prozess zu ehren und würdigen. Es ist wie ein Reisender der zum ersten Mal einen Fuß setzt in ein neues Land. Er wird überwältigt von den strahlenden und lebhaften Farben, den exotischen Düften und den anderen Lebensstil, der normal ist für die Einheimischen, aber den jungen, unerfahrenen Reisenden komplett in seinen Bann ziehen. Überwältigt von diesen Eindrücken, spürt er den Drang diese Eindrücke auf Papier festzuhalten, um Erinnerungen zu kreieren und noch etwas länger im Moment zu verweilen. Über diese Erfahrungen zu schreiben hilft ihm dabei ihnen mehr Bedeutung zu geben und ermöglicht es ihm zurück zu diesen Gefühlen und Sensationen zu kommen durch seine eigenen Worte und Sätze.

Meine Posts helfen mir meine eigene innere Reise “fest zu halten” wie ein Bild in einem goldenen Rahmen. Sie ermöglichen es mir in dieser Reise hin und her zu reisen und erinnern mich daran wie dankbar ich dafür bin diese lebenslange Reise in Angriff genommen zu haben. Meine eigenen Worte muntern mich auf in Momenten der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Das ist auch genau der Grund weshalb ich meine Einsichten gerne mit dir teilen möchte. Über die Jahre hinweg habe ich selber nämlich sehr profitiert von den Blogs von anderen die ihre spirituele Reise mit mir geteilt haben. Wie heißt es so schön? Sharing is caring!

Also, versuche ich dich etwa davon zu überzeugen auch ein Blog anzufangen? Nein, aber was ich damit versuche zu sagen, ist dass egal was du machst, du nur Erfüllung aus einer Aktivität holen kannst und am Ball bleiben kannst, wenn du es hauptsächlich für eine Person machst: für dich selbst. Sobald wie du anfängst es für andere Menschen zu machen und du dafür etwas zurück erwartest, wirst du höchstwahrscheinlich enttäuscht, wütend und traurig werden und wirst du letztlich sogar aufgeben.

Was auch immer du tust, tue es vom Herzen, tue es weil es deine Bestimmung ist, weil es dir Spaß macht und du es sogar machen würdest, wenn du der einzige Mensch auf dieser Erde wärst. Wenn du deine Arbeit machst, erwarte keinen Lob; wenn du deine Kinder erziehst, erwarte keine Dankbarkeit und wenn du deine Kreativität fließen lässt, erwarte nicht, dass jemand dafür zahlen würde. Tue es weil du es gerne tun möchtest.

Wenn deine Aktionen von deinem Wahren Selbst gesteuert werden und nicht von deinem Ego, wirst du bemerken, dass du unerwartet positivere Ergebnisse erzielst. Neben der Tatsache, dass ich meinen spirituelen Prozess gebührend ehren konnte, hat mich mein Blog auch dabei geholfen ein anderes großes Hindernis zu überwinden: meine Scham. Wie ich schon erwähnte, bin ich nie sonderlich gut gewesen in den kreativen Künsten. Dementpsrechend war es ein riesiger Schritt für mich meine Posts öffentlich zu machen. Meine Scham zu überwinden war ein wichtiger Schritt in meinem kreativen Leben, da die Scham so stark war, dass es mich komplett lahm gelegt hat. Ich hatte jegliche Form der kreativen Aktivität aus meinem Leben gebannen aus Angst vor (Selbst-) Verurteilung.

Zu erfahren, dass es gut möglich ist seine Ängste zu konfrontieren und zu bemerken, dass die Welt dabei nicht untergeht, hat mir geholfen mehrere meiner Ängsten ief in die Augen zu schauen. über die Jahre hinweg habe ich mehrere Aspekte meines Lebens unter die Lupe genommen und habe darauf geachtet ob was ich tue von meinem Wahren Selbst angetrieben wird oder ob ich von einer Form der Angst getrieben werde. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich oftmals aus einer falschen Sicherheit (sprich: Angst) heraus agiere, die entweder den gesellschaftlichen Verpflichtungen entspricht oder aber auch meinen selbstauferlegten Verpflichtungen gerecht werden sollen. Dieses Bewusstsein hat mir sehr dabei geholfen meine Taten von zielorientiert auf “Seelen-orientiert” zu verschieben!

Das hat dazu geführt, dass ich immer mehr Aktivitäten aus meinem Leben gestrichen habe die nicht meinem Wahren Selbst entsprachen. Ich fing an weniger zu arbeiten und mehr Zeit und Energie in die Aktivitäten zu stecken die meiner Seele gut tun. Zu meiner eigenen Überraschung fand ich heraus, dass das was mir am meisten Spaß macht genau das ist was ich jahrelang unterdrückt habe: Meinen kreativen Fluss freien Lauf zu lassen!

Mit keinem anderen Ziel vor Augen als einfach nur den Prozess zu genießen, fing ich wieder an zu malen, zu zeichnen und zu basteln. Meine Kunststücke sehen zwar genauso aus wie damals als ich mit 10 Jahren aufgehört habe, aber das Gefühl dabei hat sich dramatisch verändert. Ich fürchte der schlechten Note nicht mehr, was Raum geschaffen hat um einfach den Prozess zu genießen. Mit ganzem Herzen kann ich es genießen die Verbindung zu dem Objekt herzustellen den ich wiedergeben möchte. Das Maß an Aufmerksamkeit und Präsenz welches ich dazu benötige diese Verbindung herzustellen bringt förmlich Licht und Freude in mein Leben!

Und genau in der Gegenwärtigkeit und dem Loslassen des Widerstands liegt der Schlüssel. Die Zeit alleine wird dich deinem Höheren Selbst nicht näher bringen, wenn du weiterhin hin- und herreist zwischen der Vergangenheit und der Zukunft und dem Hier und Jetzt Widerstand leistest. Kannst du das was du in diesem Moment machst genießen egal was in der Vergangenheit passiert ist oder was es dir in der Zukunft bringen wird? Natürlich haben wir alle Momente in denen wir nicht in unserer Mitte sind und wir Widerstand spüren Dinge zu tun die uns eigentlich Spaß machen. Aber auch da hilft dir die Präsenz. Wenn du im Hier und Jetzt bist wirst du lernen den Unterschied zu spüren zwischen dem was du für dein Höheres Selbst machst und wo du von außen getrieben wirst. Das Hier und Jetzt ermöglicht es dir nämlich nicht dich von Angst, Wut und Stolz leiten zu lassen und verbindet dich automatisch mit deiner wahren Motivation. Die Gegenwärtigkeit bringt dein Ego zum schweigen und gibt deinem Höheren Selbst den Raum seine wahren Wünsche mit dir zu kommunizieren. Und schon löst sich der Widerstand in Luft auf!

Abschließend möchte ich dich gerne daran erinnern, dass wenn wir aus unserer “Mitte” heraus leben, das Leben uns gerne mit unerwarteten Segen überrascht. In meinem Fall hat mein Blog meinen (mittlerweile Ex-) Partner dazu gebracht sich mit mir in Verbindung zu setzen was zu einer wunderschönen Beziehung geführt hat die ich um keinen Preis hätte missen wollen. Obwohl die Beziehung mittlerweile vorbei ist, werde ich diese Zeit in meinem Leben immer in Ehren halten! Und ich schätze meinen Expartner auch weiterhin noch, da er mittlerweile echt ein wundervoller Freund geworden ist, der womöglich nicht Teil meines Lebens gewesen wäre ohne diesen Blog :)

Also, gibt es irgendetwas in deinem Leben wonach du dich sehnst, du aber aus irgendwelchen Gründen herausstellst? Wenn du dir sicher bist, dass es ein Herzenswunsch ist, nimm einen tiefen Atemzug, lasse los, verbinde dich mit der Gegenwärtigkeit und mache es einfach! Genieße es dir selber treu zu sein und bereite dich schon Mal vor auf die vielen unerwarteten Segen die du bald in deinem Leben begrüßen darfst…